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Gault&Millau: Quadras ist Zur Post und Menuiserie auf den Fersen

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Eric Fernez vom Restaurant Eugénie à Émilie in Baudour bei Mons ist Belgiens Koch des Jahres. Das St.Vither Quadras von Ricarda Grommes verbesserte sich nach Ansicht der Tester von Gault&Millau von 14 auf 15 Punkte. Die Vorstellung des Gastroführers für das Jahr 2018 fand am Montag vor 800 Gästen in Lint bei Antwerpen statt. Im vergangenen Jahr hatte der Gault&Millau das Quadras bei der ersten Bewertung überhaupt mit 14 Punkten eingestuft, Ricarda Grommes aber gleich als Entdeckung des Jahres für den südlichen Landes gekürt. Zuvor an alter Wirkungsstätte (Le Luxembourg) war sie nicht beachtet worden. „Es wäre schön, wenn ich einen Punkt mehr bekommen würde“, sagte die 33-Jährige wenige Stunden vor der Verleihung. Und so kam es später auch. Der Wunsch, dass die Brasserie des Hauses separat bewertet wird, ging unterdessen nicht in Erfüllung. „Im Grunde bin ich zufrieden, weil es ein Zeichen ist, dass es für uns weiter nach vorne geht“, so Ricarda Grommes nach dem Besuch der Veranstaltung.

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An der Spitze aus ostbelgischer Sicht thront weiter das Duo Zur Post (St.Vith) und La Menuiserie (Champagne), die ihre 16 Punkte verteidigten. Besser als Eric Pankert und Thomas Troupin werden in der Provinz Lüttich ohnehin nur zwei Häuser bewertet. Arabelle Meirlaen in Marchin mit 18 Punkten sowie Le Coq aux Champs mit 17 in Soheit-Tinlot. Im Kreis der fünf Häuser mit 15 Punkten in der Provinz Lüttich befindet sich das Cyrano in Weismes.

Das Eupener Restaurant Couleur rouge, das im vergangenen Jahr mit einer 14 eingestiegen war, wiederholt diese Punktzahl und liegt in Ostbelgien auf Aufgenhöhe mit dem Albert Ier (Malmedy), dem Bütgenbacher Hof, dem Hotel du Moulin (Ligneuville) und dem aufsteigenden Hotel des Bains in Robertville.

Neu ist diesmal die Vergabe von halben Punkten oberhalb von 15 Punkten sowie die Einführung der Note 12. Somit glich sich die Ausgabe für Belgien und Luxemburg anderen Ländern an. Als Entdeckungen des Jahres wurden Jo Grootaers (Altermezzo in Tongern) Ludovic Vanackere (Atelier de Bossimé in Loyers) und Kenzo Nakata (Gramm in Brüssel) ausgezeichnet.

Insgesamt wurden 1.280 Restaurants nach anonymen Besuchen der Tester bewertet. Unter diesen befinden sich für die Feinschmecker 130 neue Adressen.

An der nationalen Spitze steht weiter Peter Goossens vom Hof van Cleve in Kruishoutem, der zum 15. Mal die außergewöhnliche Note 19,5 erhielt. Christoph Hardiquest (Bon-Bon in Woluwe) bekam sie zum dritten Mal. Kurz dahinter folgen Gert De Mangeleer mit Hertog Jan in Zedelgem mit 19 und Comme chez soi in Brüssel mit 18,5. Die Brüsseler Villa Lorraine mit Küchenchef Gary Kirchens aus Eupen verbesserte sich auf 16,5.

Koch des Jahres wurde Eric Fernez vom Restaurant Eugénie à Émilie in Baudour (Mons). Die Redaktion bezeichnet Fernez als „Monument einer perfekt ausgeführten klassischen Küche“ und preist das Restaurant für seine „tollen Produkte, pures Essvergnügen und Authentizität“ und lobt die Begeisterung des Eigentümers für Wein. Das Haus erhielt als Note eine 17,5.

Der Gault&Millau erscheint in einer Auflage von 30.000 Exemplaren und wird für 29 Euro angeboten. (hegen/Foto: David Hagemann)

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