Gourmet Mahlzeit

Mahlzeit (29/Meeting Point): Bodenständigkeit mit Sorgfalt und Raffinesse

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Die Eupener Unterstadt bietet den Feinschmeckern kulinarisch so allerlei. Im Quartum Business Center verwirklichte sich Wim Van de Voorde im März 2011 – damals im Alter von 24 Jahren – den Traum von der Selbstständigkeit, indem er die Räumlichkeiten von Marc Nüchtern übernahm, der ins unweit gelegene Atelier gezogen war.

Seitdem hat der gebürtige Flame gemeinsam mit seiner Frau Aline das Meeting Point auf der gastronomischen Landkarte etabliert: dank eines breiten Angebots, konstant guter Küchenleistungen, eines kompetenten Services und fairer Preise. Wim Van de Voorde bietet im Ortsteil Hütte im Erdgeschoss dieses Bürozentrums nämlich für jeden Hunger und Geldbeutel etwas an: Wer einen Mittagssnack sucht, wird hier gleichermaßen freundlich bedient, wie der Geschäftmann, der seine Kunden zum mehrgängigen Menü mit erlesenen Weinen einlädt, oder das ältere Ehepaar, das seine Familienangehörigen zur Goldhochzeit begrüßt.

Saltimbocca vom Kalb mit Salbei, Ardenner Schinken, Kürbis-Risotto und Sauce vom blonden Val Dieu-Bier

Saltimbocca vom Kalb mit Salbei, Ardenner Schinken, Kürbis-Risotto und Sauce vom blonden Val Dieu-Bier Fotos: Heinz Gensterblum

Wim Van de Voorde wurde in die Gastronomie hinein geboren worden und siedelte im Alter von elf Jahren mit seiner Familie nach Eupen um. Das Handwerk erlernte er von der Pike auf. Er machte zunächst seine Lehre bei Dominique Keutgen im Rotterwäldchen, der ihn auf allen Köchen am meisten prägte, und arbeitete nach deren Abschluss ein weiteres Jahr im Service des früheren Traditionshauses an der Monschauer Straße. Anschließend wechselte er an die Seite von Vincent Cools, für den er im Table de Vincent sowie im Maison Blanche in Lontzen tätig war. Den letzten Schliff vor dem Sprung in das Abenteuer Selbstständigkeit holte er sich im  Hotel Bosten, wo er die ersten zwei Jahre in der Küche des „Le Gourmet“ verbrachte und seit 2009 im Service aktiv war. Dort lernte er auch seine Ehefrau Aline (Warrimont) kennen.

Das Gastronomiekonzept verknüpft Brasserie und Restaurant und bietet eine französisch-belgische Küche mit regionalen Einflüssen und häufig saisonalen Produkten. Wir haben bei unserem Besuch den Blick auf die Restaurantkarte gerichtet und entschieden uns für Nüsschen von Lammfilet mit Zuckerschoten, geschmolzenen Kirschtomaten, Balsamico-Reduktion und Rosmarin-Gnocchis (22,90 Euro/Foto oben). Das Fleisch war perfekt gegart, die Beilagen frisch und geschmackvoll, die Tellerpräsentation  ansprechend und die Portion mehr als üppig. Ein makelloser Gang also.

Der Speiseraum, der sowohl vom Parkplatz  als auch von der Nebenseite aus erreichbar ist, verknüpft Klassik und Moderne. Als Gast fühlt man sich schnell wohl. Die Theke unterterteilt das Restaurant in zwei Teile und ermöglicht dem Gastronomen über 50 Gedecke. Die Terrasse verdient bei entsprechender Witterung eine besondere Aufmerkamkeit.

Auf die Geschäftskunden – oder auch auf alle anderen, die sich mittags etwas Besonderes gönnen wollen – wartet ein Lunch: zwei Gänge und ein Kaffee mit süßen Leckererein für 29 Euro. Der täglich wechselnde Tagesteller ist mit 13,90 Euro veranschlagt und auch an die Vegetarier wird mit einer wöchentlich wechselnder Empfehlung gedacht. Sieben Vorspeisen (11,90 bis 13,90 Euro mit dem Scampitöpfchen und dem Carpaccio als Klassiker) sowie zehn Hauptgänge (18,90 bis 23,50 Euro) stehen aktuell zur Auswahl. Die jungen Gäste können aus mehreren Gerichten auswählen oder auch jeden anderen Teller in kleinerer Ausführung ordern.

Die Weinkarte wird von französischen Erzeugenern dominiert, bietet aber auch so manchen Tropfen aus Italien, Spanien, Deutschland oder aus Übersee. Der Hauswein liegt bei 20 Euro, die Auswahl auf der Karte startet bei 23 Euro.

Fazit: eine bodenständige Küche, die durch gute Produkte sowie Sorgfalt und Raffinesse bei der Zubereitung überzeugt. Dahinter steckt ein engagiertes Ehepaar mit seinen Mitarbeitern, die die Weichen dafür stellen, damit die Erkenntnis des französischen Literaten La Rouchefoucauld, „Essen ist ein Bedürfnis – Genießen ist eine Kunst“, im Meeting Point in Erfüllung geht. (hegen)

Meeting Point
Aline & Wim Van de Voorde
Hütte 79
4700 Eupen

Tel.: 087 / 88 01 09

www.restaurant-meetinpoint.be
info@restaurant-meetingpoint.be

Öffnungszeiten

Montag Ruhetag
Dienstag 11.30 – 15 Uhr
Mittwoch 11.30 – 15 Uhr
Donnerstag 11.30 – 15 Uhr
Freitag 11.30 – 15  Uhr ab 18 Uhr
Samstag ab 18 Uhr
Sonntags und außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage und ab zehn Personen

 

 

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  • Dominique Keutgen
    11. März 2018 at 17:08

    Schade!
    Das sich apéro ausschließlich Restaurants verschrieben hat!
    Es gibt so viele andere auch sehr kulinarische Adressen als nur immer Restaurants!
    Bäcker/Chocolatier/Konditoren/Metzger/Feinkost/Käsereien/Food Truck/Speiseeis Zubereiter/Träteur/Prime Fast-Food/Fritüren…..
    Sollten nicht vergessen werden!
    Lg Dominique Keutgen

    • Heinz Gensterblum
      14. März 2018 at 8:49

      Guten Morgen Dominique,
      vielen Dank für deine Einschätzung und dein Interesse an „Apéro“. Die „Mahlzeit“-Serie behalten wir in der Tat Restaurants aus der Region vor.
      Ansonsten versuchen wir einen bunten Themenmix rund um die Themen Essen und Trinken zu bieten und sind vor diesem Hintergrund immer für Tipps und Anregungen offen. Wenn du konkrete Vorschläge hast, dann melde dich bitte! Gerne greife ich sie dann in der nächsten Zeit auf.
      Schönen Gruß
      Heinz Gensterblum